Am 24 Juni werden wir gemeinsam im Hafen von Amsterdam verschiedene bürgerliche Ungehorsams Aktionen ausüben, um den normalen Arbeitsablauf der fossilen Brandstoffindustrie stark zu beeinträchtigen. Angesichts der Bedrohlichkeit des Klimaproblems sehen wir es als nicht nur notwendig, sondern auch gerechtfertigt einen Schritt weiter zu gehen und vom Massenprotest zu bürgerlichen Ungehorsam überzugehen.
Wir müssen so schnell wie möglich mit dem Verbrauch von Öl, Kohle und Gas stoppen um dem fortschreitendem Klimawandel entgegen zu treten. Dieses Ziel bringt zunehmend mehr Menschen zusammen. Bürger blockieren Kohlezentralen in Indien an, Ölpipelines in den USA, Braunkohletagebaue in Deutschland und Ölschöpfung in Nigeria. Gemeinschaftlich formen wir eine weltweite Bewegung gegen Klimazerstörung durch die fossile Brandstoffindustrie.
2 Jahre nach der historischen Aussprache in dem Klimarechtsfall ‚Urgenda’ kommen wir in Aktion. Im Hafen von Amsterdam, den größten Benzinhafen der Welt und zweitgrößten Kohle Hafen Europas, ziehen wir eine Grenze gegen Tagebau, die Verbrennung und Transport von fossilen Brandstoffen, die zu den größten Verursachern des Klimawandels zählen. Dabei stehen wir in Solidarität mit allen Menschen, die weltweit durch die sozialen und ökologischen Verschmutzungen der fossilen Brandstoffindustrie betroffen sind.
Die Aktion bietet verschiedene Teilnahmemöglichkeiten. Dadurch ist es möglich, dass jeder an der Aktion beitragen kann. Persönliche Erfahrung mit vergleichbaren Aktionen sind keine Voraussetzung um teil zu nehmen. Durch den Gebrauch von Spanntüchern, symbolischen Objekten und Postern werden wir  versuchen Aufmerksamkeit über die zerstörerischen Effekte der fossilen Brandstoffindustrie zu erwecken.
Zusammen sind wir verantwortlich für den Erfolg der Aktion. Während der Aktion kreieren wir eine Situation die transparent für alle Teilnehmer ist. Wir alle werden uns für einen höchst möglichen Schutz aller Kameraden einsetzen. Wir werden Maschinen und andere Arten von Infrastruktur mit unseren Körpern blockieren und besetzen, jedoch nicht beschädigen oder zerstören. Die Sicherheit der Aktivisten und der Hafenmitarbeiter ist unsere höchste Priorität. Wir sind gründlich vorbereitet um eine sichere Erschließung und Abzug vom Aktionsterrain zu gewährleisten. Jeder wird vor der Aktion über die Sicherheitsregelungen im Hafen informiert.
Wir werden uns ruhig und beherrscht verhalten. Eskalation wird nicht durch uns provoziert werden und wir werden nicht eskalierend auf Provokationen reagieren. Unsere Aktion ist nicht gegen die Hafenarbeiter oder die Polizei gerichtet. Unsere Aktion ist allein gegen die Vorstände der fossilen Brandstoffindustrie, dem Hafenbetrieb, den Direkteuren und der Regierung gerichtet. Wir verstehen, dass Arbeiter von ihren Jobs abhängig sind, um ein Einkommen für sich selbst und ihre Familien zu sichern. Darum unterstützen wir die Forderung der niederländischen Gewerkschaft einen Kohlefonds zu errichten. Climate Justice bedeutet für uns nicht nur, dass die fossilen Brandstoffe in der Erde bleiben, sondern auch das gerechtere Arbeitsbedingung durch eine nachhaltige Wirtschaft geschaffen werden. Jetzt sowie in der Zukunft.
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