Rechtliche Informationen

Es besteht die Möglichkeit, dass ihr verhaftet werdet, wenn ihr für eure Ideale demonstriert oder anderweitig in diesem Sinne handelt. Die „Haft-Support-Gruppe“ wurde gegründet, um Personen zu unterstützen, die verhaftet wurden (und möglicherweise länger inhaftiert sind). Kommt zu einem unserer Workshops während des Camps, um euch über eure Rechte während einer Demonstration und im Falle einer möglichen Verhaftung ausführlich zu informieren! Nachfolgend findet ihr die wichtigsten Informationen vorab. Bei dringenden Fragen vor oder während des Camps könnt ihr euch auch gerne per E-Mail an uns wenden: agcoderood2018@riseup.net oder während des Camps im AG-Zelt vorbeikommen.

Rechtsanwält*innen

Bereits vor der Demonstration / Aktion hat die AG („Haft-Support-Gruppe“) Anwält*innen angefragt, die sich während der Aktion zur Unterstützung möglicher Häftlinge in Bereitschaft befinden. Das funktioniert besser als ein*e Anwält*in, der / die an diesem Tag offiziell im Dienst ist. Es ist wichtig, dass du eine*n Anwält*in hinter dir hast, der du vertrauen kannst. Deshalb haben wir uns an einen Berater gewandt, der sehr erfahren mit Verhaftungen von Aktivist*innen ist und uns in früheren Fällen sehr geholfen hat. Wenn du eine*n Anwält*in hast, mit dem du lieber sprechen möchtest, dann lass‘ es uns als AG im Camp wissen.

„Haft-Support-Gruppe“ / Legal Team

Rund um die Aktion versucht die „Haft-Support-Gruppe“ herauszufinden, wie viele Personen verhaftet wurden, wo sie festgehalten werden und wessen sie verdächtigt werden und ob sie mit ihre*r bevorzugten Anwält*in sprechen können. Sollte ein*e offiziell bestellte*r  Anwält*in zu dir kommen, dann frag‘ ihn / sie einfach, ob er / sie deine*n Anwält*in kontaktieren kann. Wir versuchen auch herauszufinden, wie Häftlinge behandelt werden, ob sie gutes Essen bekommen (vegetarisch / vegan / halal / etc.), ob sie saubere Kleidung brauchen usw. (wir werden versuchen, die fehlenden Dinge mitzubringen). Wir können euch auch bei der rechtlichen Abwicklung einer Geldstrafe oder Vorladung behilflich sein. Wenn ihr Fragen zu möglichen Rechtskosten habt, kann euch die AG auch weitere Informationen zur Verfügung stellen.

Anonymität, eigene Vorbereitung und andere praktische Punkte

Auch seit Einführung der Ausweispflicht habt ihr das Recht, während einer politischen Aktion anonym zu bleiben. Das hat Vor- und Nachteile, über die wir euch in Workshops informieren möchten. Bereitet so viele Dinge wie möglich selbst vor, z.B. dass ihr genügend Medikamente dabei habt, dass Haustiere versorgt werden und dass ihr eine*n Ansprechpartner*in habt, der / die weiß, was zu tun ist und wo sich euer Ausweis befindet. Hinterlegt den Namen und die Kontaktdaten dieser Person im AG-Zelt auf dem Camp. Wir können uns dann bei Bedarf mit euren Ansprechpartner*innen in Verbindung setzen, um die Dinge für euch zu Hause zu arrangieren. Dies ist auch nützlich, wenn ihr euch entscheidet, anonym zu bleiben: dann kann z.B. der Kontakt zwischen euch und eurer Familie / Freund*innen über uns laufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eure Identität von der Polizei (über eure Familienkontakte) herausgefunden wird, ist daher wesentlich geringer. Denkt daran, dass sich Drogen und Alkohol negativ auf euer Urteilsvermögen auswirken können. Nüchternheit während einer Aktion ist von großer Bedeutung für die Sicherheit von euch und euren Unterstützer*innen.